Streitfragenzur Zukunft
Brauchen wir ein bedingungsloses Grundeinkommen?
Die Idee, allen Gesellschaftsmitgliedern ein gleich hohes Grundeinkommen zu zahlen, das ihre materielle Existenz auf einem Mindestniveau sichert, hat momentan Hochkonjunktur. Ihre Anhänger wollen die Menschen vom Arbeitszwang befreien und Armut vermeiden. Diese Idee entspricht dem neoliberalen Zeitgeist, weil sie die Freiheit des (Wirtschafts-)Bürgers gewährleistet und die sozialstaatlichen Mechanismen zur kollektiven Absicherung von Lebensrisiken beseitigt. Gleichzeitig haftet ihr nicht der Eindruck sozialer Kälte an, wie es bei der Regierungspolitik häufig der Fall ist.
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Christoph Butterwegge lehrte bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Zuletzt sind seine Bücher »Hartz IV und die Folgen« sowie »Armut« erschienen.
In der nächsten Ausgabe
begründet die Politologin
und Philosophin Antje Schrupp, warum sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen streitet
In unserer Reihe
»Streitfragen zur Zukunft«
lasen Sie zuletzt: »Bedroht mehr Basisdemokratie die Demokratie?«, »Bezeugen alle Religionen den gleichen Gott?« und »Weihnachten ohne Jesus?«
