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Gott erfahren
Gott – jenseits und diesseits zugleich

Der Theologe Joachim Negel beantwortet Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal geht es darum, was mit »Gotteserfahrungen« gemeint sein kann.
vom 14.01.2024
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»Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn«: Die Emmausjünger und ihre Gotteserfahrung, gemalt von Caravaggio (Foto: Wikimedia)
»Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn«: Die Emmausjünger und ihre Gotteserfahrung, gemalt von Caravaggio (Foto: Wikimedia)

So verheißungsvoll und verführerisch das Wort »Gotteserfahrung« klingt, so fragwürdig ist mitunter, was es bezeichnet. »War Israel glücklich mit seinem Gott? War Jesus glücklich mit seinem Vater?«, so fragte einer, der sich zeitlebens gegen die allenthalben anzutreffende Verzweckung Gottes zur Wehr setzte: Johann Baptist Metz. In der Frage von Metz klingt das dramatische Potenzial biblischer Auseinandersetzung mit Gott an: Gotteserfahrungen können betörend sein, keine Frage, aber auch höchst verstörend. Ob man sich ernsthaft wünschen soll, dem lebendigen Gott zu begegnen? Die biblischen Autoren sind da eher vorsichtig.

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