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Kommentar
Stadt, Land, Frust

Die Bauernproteste offenbaren gefährliche Distanzen zwischen Menschen in der Stadt und auf dem Land. Beide Seiten sollten aufeinander zugehen.
von Constantin Wißmann vom 11.01.2024
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Protest mit Traktoren vor dem Brandenburger Tor: Nicht nur hinterwäldlerische Umstürzler. (Foto: Imago Images/Photothek/Janine Schmitz)
Protest mit Traktoren vor dem Brandenburger Tor: Nicht nur hinterwäldlerische Umstürzler. (Foto: Imago Images/Photothek/Janine Schmitz)

In den Straßen der Städte sind Klänge zu hören, die an gestrandete Wale erinnern. Und tatsächlich mögen die Traktoren und Lastwagen der Bauern, die nun protestierend hupend in die Städte einfallen, auf deren Bewohner ähnlich fremd wirken. So kommen auch die Sorgen der Bauern an. Wird die Landwirtschaft nicht schon massiv subventioniert? Und sind das nicht ohnehin Massentierhalter, die das Klima verpesten? Auf die Bauern wiederum mag sich in den Fenstern der veganen Restaurants ihr Vorurteil widerspiegeln, dass die Menschen hier in einer Welt jenseits der Realität leben. Keine Frage: Die Distanz zwischen Stadt und Land wächst, auch abseits der Höfe. In den Städten will man den motorisierten Individualverkehr am liebsten abschaffen, auf dem Land ist man darauf angewiesen. Die Städter wollen die Energiewende, aber die Windräder stehen auf den Feldern.

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