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Krieg gegen die Ukraine
Du sollst nicht töten

Der Krieg in der Ukraine macht den Tod allgegenwärtig – selbst dort, wo selten Bomben fallen. In Lwiw im Westen spendet Priester Nestor Ryzyk Trost im Akkord. Und ist als Militärseelsorger bei den Soldaten an der Front
von Katrin Groth vom 02.04.2023
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Trösten im Akkord: Nestor Ryzyk (dritter Priester von rechts) bei einem Trauergottesdienst (Foto: Andreas Gregor)
Trösten im Akkord: Nestor Ryzyk (dritter Priester von rechts) bei einem Trauergottesdienst (Foto: Andreas Gregor)

Mitten in der Trauerfeier bricht eine Frau zusammen. Ihre Haut ist faltig, um den Kopf hat sie ein schwarzes Tuch gebunden. Gerade hatte ein Priester mit Weihrauch vor dem Sarg gestanden, jetzt quetschen sich die Sanitäterinnen zu der Stelle durch. Zusammengesunken sitzt die Frau zwischen Blumengestecken, Astern in Blau und Gelb, um die Stiele sind schwarze Bänder gewickelt. Die Frau betrauert ihren Sohn. Drei Särge stehen vor dem Altar, dahinter Soldaten mit Fahne, Holzkreuzen und Fotos der Verstorbenen. Die Priester verlesen ihre Namen: Juriy, Mykola, Artem, 46, 39, 36 Jahre alt. Sie erzählen ihre Geschichten, die sich um Familie, Ausbildung, Brigade drehen. Alle drei zogen freiwillig in den Krieg gegen Russland. Der Singsang der Priester übertönt das Schluchzen. Sie rufen »Slawa Ukrajini«, lang lebe die Ukraine. Für jeden toten Soldaten einmal. Sie singen. Und sie beten das Vaterunser, drei Mal.

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Schlagwort: Tod
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