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Im Bilde
Auferstandene Alge

Schlief sie nur - oder war sie quasi tot? Nach 7000 Jahren im Schlamm der Ostsee erwachte diese Kieselalge zu neuem Leben.
von Birgit-Sara Fabianek vom 24.03.2026
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Prähistorische Kieselalge: Als sie Licht und Nahrung bekam, fuhr der Stoffwechsel hoch, sie teilte sich und betrieb Fotosynthese - nach 7000 Jahren im Ruhezustand. (Foto: alamy/Zoonar GmbH)
Prähistorische Kieselalge: Als sie Licht und Nahrung bekam, fuhr der Stoffwechsel hoch, sie teilte sich und betrieb Fotosynthese - nach 7000 Jahren im Ruhezustand. (Foto: alamy/Zoonar GmbH)

Kürzlich holte ein Team des Leibniz-Instituts in Warnemünde Schlamm aus 240 Metern Tiefe. Östliches Gotlandtief, Ostsee. Darin fand es eine prähistorische Kieselalge, im sogenannten Dauerstadium, mit minimalem Stoffwechsel. Man gab ihr Licht, Nährstoffe, günstige Bedingungen. Sie wuchs. Forscherin Sarah Bolius sagt, die Alge habe ihre volle Fitness zurückgewonnen – inklusive Zellteilung und Fotosynthese. Die Methode heißt Auferstehungsökologie. Man weckt Organismen aus alten Sedimenten auf, um zu verstehen, wie Ökosysteme auf Klimaveränderungen reagieren. 7000 Jahre existierte sie im Dunkeln, ohne Sauerstoff, ohne Bewegung. Und dann, bei günstigen Bedingungen: Leben. Vielleicht ist Auferstehung kein Wunder, an das man glaubt oder nicht glaubt – sondern ein Prinzip, mit dem das Leben sich immer wieder neu erfindet.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 6/2026 vom 27.03.2026, Seite 2
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Schlagwörter: Auferstehung Natur Naturschutz
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