Keine Zeit für Menschenrechtler
Johannes Paul II. war innerkirchlich autoritär und ein Unterdrücker der Befreiungstheologie. Doch als er seinen intensiven Dialog mit Revolutionsführer Fidel Castro begann, ging es dem Papst aus Polen um die unteilbare politische und religiöse Freiheit der Kubaner und um die Menschenrechte inklusive der Religionsfreiheit. Castro lud ihn 1998 in das seit dem Ende des Ostblocks weithin isolierte kommunistische Kuba ein. Es wurde ein historischer Besuch. Denn der Pontifex handelte vor Ort kritisch und politisch. Er kritisierte laut die Despotie des roten Regimes und zugleich die Unbarmherzigkeit des seit 1962 verhängten totalen Wirtschaftsembargos der USA gegen Kuba. Karol Wojtylas Besuch vor vierzehn Jahren hat für die bedrängten Christen in Kuba bis heute wirksame Verbesserungen erzielt und einen nachhaltigen Aufschwung ihrer selbstbewussten Kirche eingeleitet.
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