Brüssel Nach dem Terror
Eine Stadt sucht Heilung
Beim Aussteigen im Bahnhof Brüssel-Midi überall Soldaten im Kampfanzug, mit Splitterweste und Schnellfeuergewehr. Arabisch und afrikanisch aussehende Reisende sortieren die Militärs sofort aus zur Körper- und Gepäckkontrolle auf dem Bahnsteig. Es sind nur hundert Meter bis zu meinem Hotel. Auf dem Weg dorthin: Soldaten überall. Schwer bewaffnet, vor und in der Eingangshalle. Mein Rollkoffer und Rucksack werden von der belgischen Polizei penibel durchsucht. Erst dann kann ich einchecken. Im Aufzug fährt ein Infanterist mit. Oben im Hotelflur stehen die Türen offen. In den Zimmern Soldaten und gestapelte Schusswaffen.
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Thomas Seiterich verbrachte Anfang April drei Tage in Brüssel. Seine Begegnungen in der Stadt ließen ihn nachdenklich zurück: »Es wird lange dauern, bis die Angst überwunden ist.«
Blumen vor der Börse: Links spricht eine verschleierte Mutter zu ihrem Jungen. Im Zentrum weint ein alter Belgier. »Nicht im Namen des Islams« erklärt das weiße Spruchband oben im Bild
Theologen arbeiten für Geschwisterlichkeit zwischen Christen und Muslimen: Mouhammed Galaye Ndi mit dem kleinen Abdurrahman (5) und die Dominikanerin Marianne Gaffoël
