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Wohnungsnot
Gute Rendite oder Wohnraum für alle?

Nach dem Ende des Berliner Mietendeckels: Welche Rolle die katholische Kirche in der Wohnungskrise spielt. Ein Pater kämpft gegen eine katholische Wohnungsgesellschaft.
von Udo Feist vom 06.05.2021
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Der Kirche gehören viele Immobilien: Gotteshäuser natürlich, Krankenhäuser, Kindergärten und Pflegeheime, aber auch, was weniger bekannt ist, zahlreiche Gewerbeimmobilien und Wohnungen. In einer davon in der Kissinger Straße in Düsseldorf-Eller lebt Ingeborg Schmitten. 1970 zog sie ein: »Ich hatte Glück. Ich war geschieden, hatte zwei kleine Jungs und kein Einkommen, nur den Unterhalt – und auch damals war es schon schwierig, eine Wohnung zu kriegen.« Die 84-Jährige wohnt ganz oben, im dritten Stock. Neun dreigeschossige, mit Waschbeton verkleidete Flachdachblocks gehören zu der Siedlung zwischen S-Bahn und Düssel. Gebaut hat sie 1966 die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft (ASW), im Besitz von sechs Bistümern und nach dem Zweiten Weltkrieg wie weitere kirchliche Siedlungswerke gegründet, um »bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten« zu schaffen. Frau Schmitten lebt auf siebzig Quadratmetern: »180 D-Mark habe ich bezahlt, als ich hier einzog. Da wusste ich aber schon, dass die Landesmittel ein halbes Jahr später wegfallen; da waren es dann 260 D-Mark.«

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Schlagwort: Mietendeckel
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