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Dorothee Sölle
Nach der eigenen Melodie tanzen

Zwanzig Jahre nach ihrem Tod noch aktuell: Eine junge Theologin erzählt, wie sie durch Dorothee Sölle zu politischem Engagement fand.
von Swantje Amelung vom 27.04.2023
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Immer engagiert: Dorothee Sölle bei einer Blockade des US-Waffenlagers in Fischbach in der Pfalz 1988 (Foto: EPD / Reinhard Krause)
Immer engagiert: Dorothee Sölle bei einer Blockade des US-Waffenlagers in Fischbach in der Pfalz 1988 (Foto: EPD / Reinhard Krause)

Was eine junge Frau wie ich eigentlich mit Sölle will, fragte mich der Professor in dem Kolloquium, in dem ich meine Masterarbeit vorgestellt habe. Das Thema meiner Arbeit: Glaube und politische Aktion in der Theologie von Dorothee Sölle. Einer Theologin, von der die meisten Theologiestudierenden wohl etwas gehört, meistens aber noch nie etwas gelesen haben. Nach Ansicht des Professors war das Nichtwissen in dem Fall auch weniger begründungspflichtig, als sich für Sölle zu interessieren. Sölle schien Schnee von gestern zu sein. In der Tat war Sölles Zeit nicht meine Zeit: Als sie starb, war ich acht Jahre alt. Aber dennoch ist Sölles Theologie wichtig für mein Denken und Handeln heute.

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