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Jemen
»Das Elend ist unbeschreiblich«

Aenne Rappel engagiert sich für Kinder und Kranke in Jemen. Der von ihr gegründete Verein unterhält dort eine Krankenstation und versorgt Familien mit Lebensmitteln. Noch denkt die 87-Jährige nicht ans Aufhören.
von Annette Lübbers vom 24.05.2022
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Großwerden ohne Hunger? Kinder im Jemen hoffen auf eine friedlichere Zukunft (Foto: PA / DPA / Hani Al-Ansi)
Großwerden ohne Hunger? Kinder im Jemen hoffen auf eine friedlichere Zukunft (Foto: PA / DPA / Hani Al-Ansi)

Alles begann 1998 mit einer Kulturreise. Ich las von traditionellen jemenitischen Lehmdörfern, die kurz vor dem Verfall standen. Die muss ich sehen, bevor es sie nicht mehr gibt, sagte ich mir und fuhr zusammen mit meiner Tochter, einer Cousine und einer Freundin los. Auf der Reise durch den Jemen brach sich eine meiner Begleiterinnen das Bein. Wir suchten ein städtisches Krankenhaus auf – und trauten unseren Augen nicht. Die medizinische Ausstattung war rudimentär, die Versorgung der Kranken katastrophal. Wieder zu Hause, sammelte ich Verbandsmaterial, überbrachte es wenig später persönlich – und erhielt eine lange Liste dringend benötigter Dinge. Ich startete daraufhin die erste von vielen Betteltouren.

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