Zur mobilen Webseite zurückkehren

Der Sinn meines Lebens

Ich gestehe, dass ich mich mit all der Misere, der Ungerechtigkeit, der Sinnlosigkeit in dieser Welt nicht abfinden kann
von Hans Küng vom 07.06.2011
Artikel vorlesen lassen

Niemand kann heute mehr übersehen, dass vieles von dem, was früher neben Arbeit und Erlebnis Sinn vermitteln half, mit in die Krise geraten ist, weil nicht nur die wirtschaftlich-finanzielle Grundlage gefährdet, sondern auch die Wertebasis unserer Gesellschaft von einer Erosion befallen ist. Natürlich ist vieles nur Wertewandel und nicht Werteverlust. Doch nachdem manche bisherigen Sinnsysteme und -instanzen in Kirche und Gesellschaft ihre Überzeugungskraft weithin verloren haben, ist nicht zu übersehen, dass sich die Moral, die früher schon Kinder lehrte, was gut und böse, human und nicht human ist, vielfach in Beliebigkeit aufgelöst hat und etwa die Zehn Gebote weithin in Vergessenheit geraten sind. In der Politik wird der nackte Wille zur Macht allzu oft gelobt als positive Eigenschaft von Politikern. In der Finanz- und Realwirtschaft finden sich Profitgier, Größenwahn und Korruption von bisher nicht erlebtem Ausmaß! Und schließlich im privaten Leben: ein in manchen Medien propagierter dekadenter Exhibitionismus und Perverses in der Sexualität als völlig »normale Unterhaltungsware«!

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0