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Katholikentag in Stuttgart
Hört uns jemand?

Melancholie, Unsicherheit, aber auch ein neues Gemeinschaftsgefühl: Der Katholikentag ist keine Zeitansage für die Welt. Aber er hat eine klare Agenda für die Zukunft
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Himmelsleiter oder Kreuz: Eindrucksvolle Choreographie eines Tänzers vor einem überdimensionalen Martinsmantel beim Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt. (Foto: pa / Marijan Murat)
Himmelsleiter oder Kreuz: Eindrucksvolle Choreographie eines Tänzers vor einem überdimensionalen Martinsmantel beim Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt. (Foto: pa / Marijan Murat)

Zur unverzichtbaren Requisite eines Katholiken- oder Kirchentags gehört der Schal: Er ist Gemeinschaftssymbol, Erkennungszeichen und für manche eine Stola, Ausdruck des gemeinschaftlichen Priestertums aller. Aber ein Schal in den Farben einer Nationalflagge? Das gab es noch nie. Zwar konnte man den Katholikentagsschal auch in Orange erwerben, doch die ukrainisch blau-gelbe Variante wurde schnell die dominante. Nur: Was sagt man damit? Bei der zentralen Friedenskundgebung am Freitagmittag erzählt eine ukrainische Mutter mit ihrer Tochter ihre erschütternde Fluchtgeschichte von Irpin nach Stuttgart. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, kann ihre Tränen kaum zurückhalten. Eine Friedensglocke schlägt elf mal, elf Wochen dauert nun schon der Krieg. Eine Band spielt ein eigens komponiertes Klagelied.

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