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Hochwasser in Süddeutschland
Bis zur nächsten Flut

Das Hochwasser in Süddeutschland zeigt einmal mehr: Beim Klimaschutz und bei der Klimawandelanpassung versagt die Politik. Ein Kommentar.
von Nana Gerritzen vom 15.06.2024
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Das neue Normal? Überflutete Straßen im bayrischen Günzburg. (Foto: PA/CHROMORANGE/Michael Bihlmayer)
Das neue Normal? Überflutete Straßen im bayrischen Günzburg. (Foto: PA/CHROMORANGE/Michael Bihlmayer)

Weggespülte Autos, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen: Auch wenn Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die heftigen Überschwemmungen in Süddeutschland beharrlich als Naturkatastrophe bezeichnet – die Verantwortung für die Katastrophe namens Klimakrise trägt der Mensch. Seit Jahrzehnten mahnen Forscher, dass der Klimawandel Extremwetterereignisse begünstigt. Die Forschung erwartet, dass die Extremwetterlagen noch weiter zunehmen. Laut Weltklimarat werden die derzeit in Europa zu beobachtenden intensiven Niederschlagsereignisse bei jeder weiteren Erwärmung um ein Grad etwa doppelt so häufig auftreten. Denn: Nur um ein Grad wärmere Luft kann sieben Prozent mehr Wasser aufnehmen, das sich dann vermehrt in Form von Starkregenfällen entlädt – wie zuletzt in Süddeutschland. Und die Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen teilte jüngst mit: Voraussichtlich in fünf Jahren wird die 1,5-Grad-Marke überschritten.

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