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Die Geister scheiden sich

»Gerechter Friede« und wie weiter? Evangelische Friedensdienste üben scharfe Kritik an der Neuausrichtung der Bundeswehr
von Bettina Röder vom 05.07.2012
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Sie sitzen einträchtig unter den Bäumen am Berliner Gendarmenmarkt und fiebern. Für Deutschland, wofür sonst? Es geht um das Halbfinale bei der Europameisterschaft gegen Italien. Neben der altehrwürdigen Friedrichstadtkirche ist eine große Leinwand aufgebaut, Zaungäste bleiben stehen. »Entschuldigung, können Sie gut sehen, mein Kreuz ist so breit?«, fragt ein Mann höflich. Die, die hier beisammen sind, an den langen Tischen sitzen oder vor Aufregung stehen, sind aber eigentlich nicht wegen des Spiels hier. Sie sind zum jährlichen Johannisempfang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geladen. Das Fußballspiel, das sie gerade verfolgen, vereint sie: die Kirchenleute und die vielen Gäste aus Politik und Wirtschaft. Was man bei anderen Fragen ganz und gar nicht sagen kann. Insbesondere im Blick auf die Friedensfrage brodelt es unter der Decke, die Geister scheiden sich.

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