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Streit um das Verfassungsgericht
Die Nothelfer der Republik

Deutschland wäre weniger gerecht ohne sein Bundesverfassungsgericht. Beim Sturm rechter Medien und Influencer gegen Frauke Brosius-Gersdorf ging es den Stürmern darum, das oberste Gericht des Landes zu demontieren. Dabei schützt es die Minderheiten und die Schwachen.
von Heribert Prantl vom 01.08.2025
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Hut ab zur Verhandlung: Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts, dessen Mitglied Frauke Brosius-Gersdorf werden soll. (Foto: PA / DPA / Uli Deck)
Hut ab zur Verhandlung: Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts, dessen Mitglied Frauke Brosius-Gersdorf werden soll. (Foto: PA / DPA / Uli Deck)

Was Altötting für den deutschen Katholizismus ist, das ist Karlsruhe für den deutschen Rechtsstaat – ein Gnadenort. Hier wie dort manifestieren sich Wunder, manchmal auch Wunderlichkeiten. Die 16 Bundesverfassungsrichterinnen und -richter sind für die Rechtsuchenden so etwas Ähnliches wie für gläubige Christenmenschen die 14 Nothelfer. Auch die helfen beileibe nicht immer, wenn man sie anruft. Genau genommen helfen sie allenfalls ab und an. So ähnlich ist es mit Karlsruhe auch, die allerwenigsten Verfassungsbeschwerden haben Erfolg. Aber jene, die Erfolg hatten, haben den Ruf dieses Gerichts geprägt. »Dann geh’ ich bis nach Karlsruhe« – das Wort ist ein geflügeltes Wort geworden.

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