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Gottesfragen
Die Dreieinigkeit der Liebe

In unserer Reihe »Gottesfragen« beantwortet der Theologe Joachim Negel die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Dieses Mal geht es um die Trinität.
von Joachim Negel vom 05.09.2021
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Die Trinität in einer Buchminiatur aus dem 14. Jahrhundert (Foto:pa/Heritage Images)
Die Trinität in einer Buchminiatur aus dem 14. Jahrhundert (Foto:pa/Heritage Images)

Jeder Christenmensch wird im Namen des Dreifaltigen Gottes getauft. Und doch ist vielen unvorstellbar, dass Gott »dreifaltig einer« sei. Wie soll man verstehen, was aller Logik spottet? Wie begreifen, dass die liebende Gottheit sich gerade in ihrer unteilbaren Einheit als dreipersonal realisiert? Worin besteht die Relevanz solcher Spekulation? Alles beginnt mit einer in der Prophetie Israels angesiedelten Gotteserfahrung, in der sich ein Mensch tief aufgehoben weiß: Jesus von Nazareth. In Jesus ist inniges Begehren am Werk, ein Mitleid, ein Trost, eine liebende Nähe, ein barmherziges Verzeihen, aber auch Schmerz, Zorn, Empörung. Sie brechen aus ihm heraus, als Erleben eines fremden Affektes. Jesus erfährt sich als ergriffen von einer Wirklichkeit, die sein Eigenstes ist und doch nicht identisch ist mit ihm. Er nennt sie den »Willen des Vaters«. (Johannesevangelium 4,24; 6,36 ff.=)

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Schlagwörter: Gott Theologie Trinität
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