Gottesfragen
Die Dreieinigkeit der Liebe
Jeder Christenmensch wird im Namen des Dreifaltigen Gottes getauft. Und doch ist vielen unvorstellbar, dass Gott »dreifaltig einer« sei. Wie soll man verstehen, was aller Logik spottet? Wie begreifen, dass die liebende Gottheit sich gerade in ihrer unteilbaren Einheit als dreipersonal realisiert? Worin besteht die Relevanz solcher Spekulation? Alles beginnt mit einer in der Prophetie Israels angesiedelten Gotteserfahrung, in der sich ein Mensch tief aufgehoben weiß: Jesus von Nazareth. In Jesus ist inniges Begehren am Werk, ein Mitleid, ein Trost, eine liebende Nähe, ein barmherziges Verzeihen, aber auch Schmerz, Zorn, Empörung. Sie brechen aus ihm heraus, als Erleben eines fremden Affektes. Jesus erfährt sich als ergriffen von einer Wirklichkeit, die sein Eigenstes ist und doch nicht identisch ist mit ihm. Er nennt sie den »Willen des Vaters«. (Johannesevangelium 4,24; 6,36 ff.=)
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Joachim Negel, geboren 1962, ist Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg (Schweiz). Wenn Sie eine Gottesfrage an ihn stellen wollen: redaktion@publik-forum.de,Betreff: Gottesfragen

