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Abschied von der Predigt?

Baustelle Christentum: Eine kritische Bibellektüre zeigt, dass Gewissheiten über den Glauben nicht zu erlangen sind. Müssten die Kirchen daher nicht die Kanzel abschaffen? Ein Pro und Contra
von Hartmut Meesmann vom 20.09.2011
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Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer nimmt in Deutschland stetig ab. Ob das auch an den Predigten liegt? Der Wissenschaftspublizist Martin Urban jedenfalls kann den meisten Predigten in den kirchlichen Gottesdiensten nicht viel abgewinnen: zu langweilig, zu besserwisserisch, zu sehr von oben herab. Doch seine Kritik ist grundlegender: Können Menschen überhaupt das »Wort Gottes« auslegen, wenn der Zweifel und die Kritik zum Glauben selbst dazugehören? Urban hat da seine Zweifel. Rosemarie Wenner, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, ist hier zuversichtlicher. Sie hält die verantwortungsvolle Predigt für unverzichtbar. Kann Gottes Wort überhaupt anders als durch Menschen vermittelt werden?, fragt sie. Und so zeigt sich der Disput über das Predigen im Kern als Auseinandersetzung über die Frage, wie der Glaube heute zeitgemäß, überzeugend, vor allem aber sachgerecht weitergegeben werden kann.

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