EU-Flüchtlingspolitik
Geld gegen Geflüchtete
Ludovic lebt in der tunesischen Hafenstadt Sfax, angekommen ist er hier aus Westafrika. Woher genau will der Mittzwanziger nicht sagen, auch seinen richtigen Namen nicht. »Vorgestern haben sie einem Freund von mir ein blaues Auge verpasst und einen Zahn ausgeschlagen«, erzählt er. Auf der Straße hätte eine Gruppe junger Tunesier seinen Freund grundlos angegriffen. Zwar gebe es keine großen, organisierten Übergriffe auf Migranten und keine Deportationen durch die Sicherheitskräfte mehr, doch die Situation sei nach wie vor angespannt. »Wir sind am Leben, das ist das Wichtigste«, seufzt Ludovic.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Sarah Mersch berichtet seit 2010 von Tunis aus über Tunesien und den Maghreb.

Flucht
