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Friedensdemonstration
Frieden in die Mitte

Wir dürfen das wichtige Thema nicht den mehr oder weniger Rechten überlassen und müssen differenzierter darüber streiten lernen. Ein Kommentar.
von Christoph Fleischmann vom 10.10.2024
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(Foto: PA/DPA/Jörg Carstensen)
(Foto: PA/DPA/Jörg Carstensen)

Es war mutig von Ralf Stegner, auf der Friedensdemonstration am 3. Oktober in Berlin zu sprechen, und es war richtig, dass neben Stegner auch einige prominente SPD-Mitglieder zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen hatten. Stegner wurde ausgebuht, als er vom russischen Angriffskrieg sprach und von Flugabwehrsystemen, »die jeden Tag Menschenleben retten«. Längst schon ist das eingetreten, was die SPD-Leute verhindern wollen: »Wir dürfen den Frieden und die Friedensbewegung nicht den Extremisten überlassen und auch nicht den Populisten, die sich gleichzeitig links und rechts geben.« Doch die politische und gesellschaftliche Mitte hat der Friedenssehnsucht und der Kriegsangst der Menschen kein Forum geboten. Zu lange gab es nur schnarrende Reden von »Kriegstüchtigkeit« und die Diffamierung Andersdenkender als »Putin-Versteher«.

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