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»Das schreit nach einem anderen Verlauf«

Nach dem umstrittenen Militäreinsatz der Nato in Libyen ist die Frage nach der Gewaltfreiheit dringender denn je
von Bettina Röder vom 04.05.2012
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Dem entschiedenen Willen, nie eine Waffe in die Hand zu nehmen, verdankt Fernando Enns seine Existenz wie auch die Tatsache, dass er ausgerechnet in Brasilien geboren wurde. Denn sein Großvater war einst aus Russland als Kriegsdienstverweigerer nach Südamerika ausgewandert. Seit Generationen gehörte die Familie der kleinen Friedenskirche der Mennoniten an. Keine Waffe in die Hand zu nehmen, ist da oberstes Gebot. Der 47-jährige Enns – er gehört zum Weltrat der Kirchen und war einer der Initiatoren der Dekade gegen Gewalt – hat den Gedanken der gewaltfreien Konfliktbewältigung tief verinnerlicht. Er propagiert ihn, wenn er an der Universität Hamburg Vorträge hält oder die Länder Afrikas bereist. »Es gibt aber kein Patentrezept, wie das gehen kann«, sagt er. »Der konkrete Ort entscheidet.«

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