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Die Eleganz der Daten. Mal was anderes als Drogenkrieg: Mexiko hat einen neuen Popstar
von Thaddeus Herrmann vom 04.05.2012
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In den 1990er-Jahren entwickelte sich erst in England, dann in der ganzen Welt ein musikalisches Genre, das bald allerorts Shoegaze genannt wurde. Diese jungen Leute auf der Bühne waren so verschüchtert an ihren Instrumenten, so unsicher ob dem, was sie da taten, und so kategorisch angewidert von der Art und Weise, wie das Pop-Business funktionierte, dass sie während Konzerten den Kontakt mit dem Publikum, so gut es ging, vermieden und stattdessen auf ihre Schuhe starrten: Shoegazing eben. Und die Musik war entsprechend … anders. Breite Gitarrenwände walzten alles nieder, was sich der Musik in den Weg stellte. Mit Aggressivität hatten die Musiker jedoch rein gar nichts am Hut: Lautstärke wurde nicht mit plumper Rock- oder gar Heavy-Metal-Effekthascherei umgesetzt. Shoegaze war die melancholische Revolution, der Blick nach innen, nicht das Leben mit, sondern im Klang der Instrumente. Episch, tief, so wundervolle Weichmacher für das Gehirn, wie sie die Pharma-Industrie immer noch nicht zustande gebracht hat. My Bloody Valentine und Slowdive sind zwei der zahlreichen Bands von damals, die heute immer noch ehrfürchtiges Schmachten provozieren. Seitdem lebt Shoegaze weiter, wird immer wieder als Referenz-Universum herangezogen, wenn die Gitarre lauter wabert, als es zehn Finger jemals bewerkstelligen könnten.

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Schlagwort: Mexiko
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