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Erinnerungskultur
Erinnerung mit Rissen

Im Osten Deutschlands gibt es etliche Gedenkorte, die sowjetischen Soldaten gewidmet sind. Am 8. Mai werden sie oft zum Versammlungsort. Doch wer sie genauer anschaut, wird stutzig.
von Josefine Janert vom 23.04.2024
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(Foto: istockphoto/diegograndi)
(Foto: istockphoto/diegograndi)

Der Soldat hält in der rechten Hand ein Schwert, in der linken Hand ein deutsches Kind. Das soll er aus den Trümmern Berlins gerettet haben, so die Legende. Die Soldatenstatue steht auf einem Pavillon und dieser auf einem Hügel – insgesamt 30 Meter sind beide hoch. Sie überragen eine 93 000 Quadratmeter große Anlage, in der 1945 rund 7000 Soldaten der Roten Armee bestattet wurden. Das Ehrenmal im Treptower Park, im ehemaligen Ostteil der Stadt, wurde kurz nach Kriegsende von sowjetischen Künstlern geschaffen. Es ist vom Geist der Entstehungszeit geprägt. Kalkstein-Sarkophage sind mit Kriegsszenen und Zitaten des sowjetischen Diktators Josef Stalin verziert. Sie preisen den Heldenmut der Soldaten und den Widerstand des Volkes gegen Hitler.

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