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Omas gegen rechts
Mit 57 auf der ersten Demo

Inge Heimer ist »Oma gegen rechts«. Auch in Rheinland-Pfalz kann das schon mal gefährlich werden. Doch sie wird immer selbstbewusster.
von Barbara Tambour vom 23.04.2024
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Von wegen Ruhestand: Inge Heimer ist es mittlerweile gewohnt, ins Mikrofon zu sprechen. (Foto: Privat)
Von wegen Ruhestand: Inge Heimer ist es mittlerweile gewohnt, ins Mikrofon zu sprechen. (Foto: Privat)

Als Inge Heimer beschloss, in Kandel die »Omas gegen rechts« ins Leben zu rufen, war die aus Österreich stammende Idee in Deutschland noch kaum bekannt. Tausende Neonazis marschierten Anfang des Jahres 2018 durch die Kleinstadt Kandel in der Südpfalz. Kurz zuvor, am 27. Dezember 2017, war dort eine 15-Jährige erstochen worden – von ihrem Ex-Freund, einem afghanischen Geflüchteten. Rechtsextreme instrumentalisierten diesen Fall und riefen zu sogenannten Trauermärschen auf. Kandel wurde Schauplatz rechter Großdemonstrationen – und Inge Heimer aktiv in der Gruppe derer, die Gegenprotest organisierten. »Im Januar 2018 war ich in Kandel auf meiner allerersten Demo, mit 57 Jahren«, erzählt die Vorruheständlerin. Ein Jahr zuvor erst war sie aus dem Saarland nach Kandel gezogen, wegen der Enkel.

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