Omas gegen rechts
Mit 57 auf der ersten Demo
Als Inge Heimer beschloss, in Kandel die »Omas gegen rechts« ins Leben zu rufen, war die aus Österreich stammende Idee in Deutschland noch kaum bekannt. Tausende Neonazis marschierten Anfang des Jahres 2018 durch die Kleinstadt Kandel in der Südpfalz. Kurz zuvor, am 27. Dezember 2017, war dort eine 15-Jährige erstochen worden – von ihrem Ex-Freund, einem afghanischen Geflüchteten. Rechtsextreme instrumentalisierten diesen Fall und riefen zu sogenannten Trauermärschen auf. Kandel wurde Schauplatz rechter Großdemonstrationen – und Inge Heimer aktiv in der Gruppe derer, die Gegenprotest organisierten. »Im Januar 2018 war ich in Kandel auf meiner allerersten Demo, mit 57 Jahren«, erzählt die Vorruheständlerin. Ein Jahr zuvor erst war sie aus dem Saarland nach Kandel gezogen, wegen der Enkel.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Lesen Sie auch:
Wolfgang Thierse zur AfD: Ein klares Nein ist jetzt gefragt
»Es braucht den Mut zum Widerspruch«Annalena Schmidt und Wilhelm Heitmeyer im Gespräch.
Dorfliebe für alle: Gegen die Trommler des Hasses
»Für eine Welt, in der ich leben möchte« Finn Böhm protestiert in Pirna gegen den AfD-Oberbürgermeister.
Aktiv werden:Hilfreiche Adressen, Netzwerke und Informationen.
Demokratie fördern! Was der Staat tun sollte
Demokratie verteidigen: Was wir alle tun können
