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Zu Fuß nach Jerusalem

Ein ambitioniertes Schweizer Pilgerprojekt will Spiritualität mit dem Engagement für den Frieden verknüpfen – und dabei auch den interreligiösen Dialog fördern
von Wolf Südbeck-Baur vom 04.05.2012
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Dass wir – zwei Frauen und zwei Männer – als Pilger zu Fuß unterwegs nach Jerusalem sind, das glaubt man uns hier oft einfach nicht.« Christian Rutishauser lacht. »Die säkularen Türken halten uns eher für Abenteurer«, erzählt der 46-jährige Schweizer Jesuit, im Hauptberuf Bildungsdirektor des Lassalle-Hauses, eines spirituellen Zentrums in der Nähe von Zug. Anders seien dagegen die Reaktionen von religiösen Menschen. »Bei denen macht es sofort klick, wenn wir erklären, dass wir so etwas Ähnliches machen wie den Hadsch, die für Muslime obligatorische Pilgerfahrt nach Mekka.« Unverständnis mache sich jedoch spätestens dann breit, wenn sie hörten, dass man aus geistlicher Überzeugung und freiwillig nach Jerusalem pilgere – und nicht, weil es eine Vorschrift der christlichen Religion sei.

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