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Schüler und Aktivist
»50 000 Unterschriften – das wär’ was!«

Die Situation der Menschen im Jemen treibt den Schüler Maximilian Gräf um. Der 14-Jährige hat deshalb einen Brief an Bundeskanzler Scholz geschrieben und eine Online-Petition gestartet. Und ärgert sich, wenn ihm unterstellt wird, dabei hätten ihm Erwachsene geholfen.
von Annette Lübbers vom 30.03.2022
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Mischt sich ein: Der 14 Jahre alte Schüler Maximilian Gräf (Foto: privat)
Mischt sich ein: Der 14 Jahre alte Schüler Maximilian Gräf (Foto: privat)

Vor zwei Monaten habe ich einen offenen Brief an Bundeskanzler Scholz geschrieben. Darin fordere ich unsere Regierung auf, sich stärker für die Menschen im Jemen einzusetzen. Es ist doch ein Skandal, dass dort Menschen hungern und zehnjährige Kinder gerade einmal zehn Kilogramm wiegen. Waffenlieferungen, finde ich, sind nicht geeignet, die unmenschlichen Zustände zu verbessern. Meinen Brief haben zehn Organisationen mit ihrem Logo gezeichnet, darunter die Flüchtlingsräte von Bayern und Niedersachsen. Die habe ich einfach angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Auf Change.org steht auch eine Petition von mir. 1060 Personen haben schon unterschrieben. 50 000 Unterschriften – das wär’s! Wenn ich die zusammenbekomme, übt das hoffentlich Druck auf die Politik aus. Vor drei Jahren habe ich schon einmal einen Brief an Frau Merkel geschrieben. Die Antwort der Referentin war nichtssagend. Vielleicht war ich damals auch noch ein bisschen naiv und habe manches zu hart formuliert.

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