Zum Tee bei Schopenhauer …
süchtig nach Glück
vom 23.01.2025
Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
Sehr verehrter Herr Schopenhauer, wir möchten uns heute im Gespräch mit Ihnen auf das Thema »Glück« konzentrieren und gern Ihre Einschätzung zu dieser Thematik hören. Hintergrund ist, dass wir in einer Gesellschaft zu leben scheinen, die geradezu besessen ist von der Idee, jeder könne und sollte eigentlich glücklich sein. Und wer es nicht ist, macht irgendetwas falsch und sollte das schnell ändern.
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Datum der Erstveröffentlichung: 23.01.2025
Dagmar Borchers ist Professorin für angewandte Philosophie an der Universität Bremen. Sie publiziert zu Fragen der Ethik (unter anderem Tierethik, Medizinethik und Bioethik, Kritik der Tugendethik) und der Politischen Philosophie.
arthur schopenhauer, geboren am 22. Februar 1788 in Danzig, gestorben am 21. September 1860 in Frankfurt am Main, war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Seine Lehre umfasst gleichermaßen die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik. 1819 erschien Schopenhauers philosophisches Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstellung«. In einem von Idealismus und Optimismus geprägten Zeitgeist galt er als einer der wenigen philosophischen Pessimisten. So wenig Lob er für die Zweifüßler übrig hatte, so sehr schätzte Schopenhauer die Vierbeiner. Es muss ein sonderbarer Anblick gewesen sein, wenn der kauzige Philosoph seinen geliebten Pudel am Frankfurter Mainufer spazieren führte, dabei wild gestikulierend vor sich her philosophierte, als spräche er mit seinem Hund. Wenig bekannt ist, dass der Philosoph einer der ersten kontinentaleuropäischen Denker war, der den (nichtmenschlichen) Tieren einen expliziten Platz in der Ethik einräumte. Mit seiner Mitleidsethik wurde er zu einem wichtigen Vorreiter der europäischen Tierrechts- und Tierschutzbewegung.
Dagmar Borchers ist Professorin für angewandte Philosophie an der Universität Bremen. Sie publiziert zu Fragen der Ethik (unter anderem Tierethik, Medizinethik und Bioethik, Kritik der Tugendethik) und der Politischen Philosophie.
arthur schopenhauer, geboren am 22. Februar 1788 in Danzig, gestorben am 21. September 1860 in Frankfurt am Main, war ein deutscher Philosoph, Autor und Hochschullehrer. Seine Lehre umfasst gleichermaßen die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik. 1819 erschien Schopenhauers philosophisches Hauptwerk »Die Welt als Wille und Vorstellung«. In einem von Idealismus und Optimismus geprägten Zeitgeist galt er als einer der wenigen philosophischen Pessimisten. So wenig Lob er für die Zweifüßler übrig hatte, so sehr schätzte Schopenhauer die Vierbeiner. Es muss ein sonderbarer Anblick gewesen sein, wenn der kauzige Philosoph seinen geliebten Pudel am Frankfurter Mainufer spazieren führte, dabei wild gestikulierend vor sich her philosophierte, als spräche er mit seinem Hund. Wenig bekannt ist, dass der Philosoph einer der ersten kontinentaleuropäischen Denker war, der den (nichtmenschlichen) Tieren einen expliziten Platz in der Ethik einräumte. Mit seiner Mitleidsethik wurde er zu einem wichtigen Vorreiter der europäischen Tierrechts- und Tierschutzbewegung.

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