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Freier Sex plus Depressionen

Die Antibabypille wird sechzig Jahre alt. Sie hat die Frauen befreit, Katholiken gegen die Kirche aufgebracht, den Geburtenboom beendet – und wird heute wegen ihrer Gefahren für Körper und Umwelt kritisiert. Ist die Pille Fluch oder Segen?
von Eva-Maria Lerch , Viola Rüdele vom 06.08.2020
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Trügerische Tablette: Die Anti-Baby-Pille wird manchmal wie ein Lifestyleprodukt für schönere Haut und Haare vermarktet, hat aber gefährliche Nebenwirkungen (Foto: PA/Shotshop)
Trügerische Tablette: Die Anti-Baby-Pille wird manchmal wie ein Lifestyleprodukt für schönere Haut und Haare vermarktet, hat aber gefährliche Nebenwirkungen (Foto: PA/Shotshop)

Sie heißt Aida, Leona, Yasmin oder Maxim und feiert am 18. August 2020 ihren 60. Geburtstag: die Antibabypille. Die kleinen Tabletten, die bei täglicher Einnahme eine Schwangerschaft verhüten, sind nach holprigen Anfängen inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet – über 200 Millionen Frauen nehmen heute die Pille. Eine große Erfolgsgeschichte – könnte man sagen. Für Frauen wie Isabel Morelli aber ist das Jubiläum der hormonellen Verhütung kein Grund zum Feiern. Die Pille hat sie krank gemacht.

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