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Der letzte Brief (Vorsicht Satire)
Rettet den Kirschlorbeer!

Die Schweiz will die beliebte Heckenpflanze verbieten, weil sie ein »gebietsfremder Organismus« ist. Aber war das nicht auch mal die Kartoffel? Urs Bäumeli ist verzweifelt.
vom 15.05.2024
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(Fotos: istock by Getty / Mark Herreid; istock by Getty / Animaflora Picsstock)
(Fotos: istock by Getty / Mark Herreid; istock by Getty / Animaflora Picsstock)

kann ich bei dir meine geliebte Kirschlorbeer-Hecke in Sicherheit bringen? Wie du sicherlich dem »Graubündner Gärtnerblatt« entnommen hast, verbietet unser Nationalrat ab September den Prunus laurocerasus. Angeblich sei er ein Neophyt. Ich musste erst mal nachlesen, was das ist. Stell dir vor: Das sind Pflanzen, die »direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen.« Mein Kirschlorbeer kommt aber nicht aus Lateinamerika, sondern vom Baumarkt aus der Rütli-Gasse. Aber das stört die da oben ja nicht. Die sagen einfach, Kirschlorbeer sei ein »invasiver gebietsfremder Organismus«. Meine Hecke gebietsfremd? Dass ich nicht lache. Die steht seit 15 Jahren auf meinem Grundstück! Da fallen mir ganz andere invasive gebietsfremde Organismen ein!

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