200 Jahre Theodor Fontane
Fontane hat sich gewaltig geirrt. »Alles, was ich geschrieben«, meinte er 1889, »wird sich nicht weit ins nächste Jahrhundert hineinretten.« Aber dann überhäuften ihn Kollegen und Kritiker mit Lobeshymnen. »Bei jedem Vers, jeder Briefzeile, jedem Dialogfetzchen von ihm« empfinde er »Entzücken«, verriet Thomas Mann; es sei »etwas unbedingt Zauberhaftes« besonders um Fontanes Altersstil. Und Marcel Reich-Ranicki hielt Fontanes Spätwerk sogar für »das größte, das aufregendste und zugleich tröstlichste Finale, das die Geschichte der Weltliteratur kennt«.
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Klaus Brath arbeitet als freier Journalist in Köln.
Er schreibt meist über individuelle, soziale und kulturhistorische Aspekte von Krankheit und Behinderung.

