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Spiritprotokoll
Mein Handy als Anker

Seit der Corona-Krise streamt unsere Autorin regelmäßig das Abendgebet von Taizé – und fühlt sich wunderbar getröstet
von Eva-Maria Lerch vom 30.06.2020
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Trost in der Corona-Krise: Das Abendgebet aus Taizé kann man per Internet mitbeten (Foto: istockphoto/SVETIKD [Mod.]
Trost in der Corona-Krise: Das Abendgebet aus Taizé kann man per Internet mitbeten (Foto: istockphoto/SVETIKD [Mod.]

Ich hätte nie gedacht, dass mein Handy mal ein spiritueller Anker für mich werden könnte. Aber jetzt, in der Corona-Krise, hat mein Smartphone mir eine geistliche Zuflucht eröffnet. Schon seit den ersten Tagen des Lockdown, als wir alle die Bilder der Särge in Italien und den abrupten Rückzug ins Private verkraften mussten, übertrug die ökumenische Bruderschaft von Taizé täglich live über Facebook ihre schlichte Abendandacht. Und immer, wenn ich die auf dem Display sehe, fühle ich mich sofort aufgehoben, getröstet und zugehörig, als wäre ich selbst mit dabei.

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