Neu: Der Weisheitsletter
Der Dialog beginnt beim Einzelnen, der sein Herz, sein Denken und sein Handeln weitet, wenn er sich dem weisheitlichen Reichtum der Weltreligionen aussetzt. Von da aus kann sich gemeinsames Sprechen und Handeln entwickeln, sodass sich das Mitgefühl – »das Herz der Religionen«, wie der Dalai Lama sagt – in der Tat fortsetzt. Solidarität, Befreiung, Gerechtigkeit und Frieden sind im 21. Jahrhundert wahrscheinlich nur mehr mit, nicht gegen oder gar ohne die Religionen zu finden.
Das Projekt »Weisheitsletter« lebt von Autorinnen und Autoren, die mit einer der jeweiligen Religionen sehr verbunden sind. Sie wählen Passagen aus den zentralen Schriften ihrer Religion aus, kommentieren und meditieren sie. Wenn Sie wollen, können Sie das Ergebnis jeden Freitag lesen. Unsere Einladung: Testen Sie den Weisheitsletter jetzt vier Wochen kostenlos.
Das Engagement des Tübinger Theologen Hans Küng für einen Weltfrieden, der auf dem Frieden zwischen den Weltreligionen fußt, wirkt im Weisheitsletter nach. Ich möchte den Letter als sein Herausgeber gestalten in der Tradition dieses Denkens. Er soll befreiend und freiheitlich sein, solidarisch und undoktrinär, dialogisch und menschenrechtsorientiert, ökologisch und sozial verantwortlich.
Die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong fasst die Kraft der Religionen in die Worte: »Sie alle betonen, das Mitgefühl sei der Prüfstein echter Spiritualität.« Doch von Mitgefühl sprechen die, die in den Religionen Macht und Einfluss ausüben, nur zu selten. Der Weisheitsletter will dem etwas entgegensetzen, will zeigen, dass die gemeinsame Kraft der Religionen darin liegt, Hass, Gewalt und Missachtung überwinden zu können. Schon deshalb ist er ein einmaliges interreligiöses Projekt.
Die Weisheiten der Weltreligionen werden ausgewählt und kommentiert von: Karl-Heinz Brodbeck (Buddhismus), Günther B. Ginzel (Judentum), Lamya Kaddor (Islam), Michaela Kaiser (indianische Religion), Martin Kämpchen (Hinduismus), Yuval Lapide (Judentum), Seyit Dervis Tur (Islam), Paul Weismantel (Christentum), Sylvia Wetzel (Buddhismus) und von mir, Norbert Copray.
