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SATIRE
Sehr geehrter Herr Graichen

Ein Werber schreibt an Robert Habecks Staatssekretär und lobt sein Händchen, auch bei schmutzigen Deals die Weste rein zu halten.
vom 03.01.2023
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(Zeichnung: Klaus Stuttmann)
(Zeichnung: Klaus Stuttmann)

erst einmal möchte ich Ihnen im Namen der gesamten Agentur Alt von Glanz herzlich gratulieren. Wie Sie als Staatssekretär im Wirtschaftsministerium die Energieprobleme Ihres Ministers gleichzeitig so aufpolieren und kaschieren, dass die Deutschen sich auch weiterhin stets auf der moralisch richtigen Seite wähnen können – da kann ich nur sagen: Alle Achtung, Kollege! Profis erkennen, wenn Profis am Werk sind, und das sind Sie nach einem Jahrzehnt Lobbyarbeit bei Agora, der Energiewende-Denkfabrik, zweifellos. Verzeihen Sie die Eitelkeit, die Sie bei Werbern nicht überraschen dürfte: Ich maße mir an, bei Ihnen auch Muster unserer langjährigen Arbeit für die ehemalige Bundeskanzlerin zu erkennen. Haben Sie sich bei Angel Merkel auch mal gefragt, warum es bei ihr oft so schien, als wären die Probleme stets die Probleme anderer und sie selbst für die Niederungen der Alltagspolitik gar nicht mehr verantwortlich? Eben.

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