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Vorfahrt für Menschen

In Wohnvierteln ohne Autos lebt es sich gut. Die Modellquartiere im Süden Deutschlands werden zwar viel bestaunt – doch selten kopiert. Warum?
von Heike Baier vom 29.05.2018
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Hier rasen nur die Bobbycars: Sowohl das Französische Viertel in Tübingen als auch das Vauban-Viertel in Freiburg sind weitgehend autofrei. (Foto: pa/Jansen)
Hier rasen nur die Bobbycars: Sowohl das Französische Viertel in Tübingen als auch das Vauban-Viertel in Freiburg sind weitgehend autofrei. (Foto: pa/Jansen)

Es war Zufall, dass es Per Toussaint und seine Familie vor 16 Jahren ins Freiburger Vauban-Viertel verschlug. Die Stadt war gerade dabei, das ehemalige Kasernengelände in ein ökologisches Vorzeigequartier mit 2500 Wohnungen umzubauen: Ein teilweise autofreier Stadtteil – das hatte es in dieser Größenordnung und Konsequenz bis dahin in Deutschland nicht gegeben. Die Toussaints allerdings kamen nicht aus Idealismus, sondern weil sie dort eine bezahlbare Mietwohnung fanden. Und doch merkten sie bald, dass sie an diesem Ort auch ohne Auto »irgendwie klarkommen« könnten. Ihre Kinder waren zwei, vier und sechzehn Jahre, als sie ihren alten Opel abschafften. Sie hatten einen großen Hund und zwei Pferde in einem externen Stall zu versorgen. »Ein toller Fahrradanhänger half«, erinnert sich Per Toussaint, während er im »Café Süden« am Quartiersplatz in die Sonne blinzelt. »Und die Möglichkeiten hier sind wirklich gut.«

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Schlagwort: Verkehrswende
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