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Kinotipp
Was will der Lama mit dem Gewehr?

Vor der Kulisse des Himalayas zeigt Regisseur Pawo Choyning Dorji eine Geschichte voller Humor und Feinfühligkeit.
von Birgit Roschy vom 09.08.2024
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Irgendwo zwischen Tradition und Moderne: Die Menschen im kleinen Bergdorf Ura sollen an die Demokratie herangeführt werden. (Foto: Via Filmstarts.de / Pyramide Distribution)
Irgendwo zwischen Tradition und Moderne: Die Menschen im kleinen Bergdorf Ura sollen an die Demokratie herangeführt werden. (Foto: Via Filmstarts.de / Pyramide Distribution)

Kino. Im Königreich Bhutan im Himalaya, weit weg von der Bosheit der Welt, liegt das Bergdorf Ura. Noch herrscht Friede, doch der von oben verordnete soziale Wandel sorgt für Unruhe. Der König will sein Land in eine parlamentarische Monarchie verwandeln. Deshalb schickt er im Jahr 2006 Beamte in entlegene Gegenden, um seinen Untertanen die Demokratie nahezubringen. So macht sich die Leiterin der Wahlkommission, Yangden, auf nach Ura, um dort die Testwahl zu überwachen, mit der die Dörfler auf richtige Wahlen vorbereitet werden sollen. Zugleich beauftragt der örtliche Lama den jungen Mönch Tashi, ihm Gewehre zu beschaffen – die benötigt er für eine religiöse Zeremonie an Vollmond, just dem Tag der Testwahl. Dabei kommt Tashi dem Antiquitätenschmuggler Benji und seinem Kunden, einem reichen Waffennarr aus den USA, in die Quere, die ein antikes Gewehr suchen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 15/2024 vom 09.08.2024, Seite 55
Sehnsucht nach dem Paradies
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In dieser schlitzohrigen, von Laiendarstellern verkörperten Geschichte wird im Mikrokosmos anschaulich, wie Menschen um die Balance zwischen Aufbruch und Bewahrung der Tradition kämpfen. Schon regen sich beim Miniwahlkampf die gesellschaftlichen Gifte »Hass, Konflikt und Leid«, so sorgt sich der Lama. Doch im buddhistischen Bhutan ist das Wachsen des Bruttonationalglücks wichtiger als das monetäre Wachsen. Damit das so bleibt, muss sich etwas ändern, so die Botschaft dieses feinfühligen Films.

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