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Jüdische Identität
Zwischen jiddischen Liedern und interreligiösem Dialog

Als Teenager erfuhr Daniel Kempin, dass seine Familie einst jüdisch war – und fand in einem langen Suchprozess zu seiner jüdischen Identität. Als Kantor lebt er für das liberale Judentum und den Dialog der Religionen.
von Christina Bartholomé vom 17.09.2024
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(Foto: Rafael Herlich)
(Foto: Rafael Herlich)

Wenn Daniel Kempin singt, dann tut er das mit Hingabe. Sein Oberkörper wiegt sich vor und zurück, in kräftigem Hebräisch klingt seine Stimme durch den kleinen Gebetsraum während des Schabbat-Gottesdienstes. Kempin ist Chasan, Kantor des Egalitären Minjan, der liberalen Gemeinschaft in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Umgeben von Musik ist er aufgewachsen, doch mit der Musik seiner Eltern – Bach, Beethoven, Schumann – konnte er sich kaum identifizieren. Seine Eltern waren katholische Kirchenmusiker. Kempin hat heute im liberalen Judentum seine Heimat gefunden.

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