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Serhij Zhadan
Den Hass muss man ernst nehmen

Der Friedenspreisträger Serhij Zhadan verachtet die Russen, Harald Welzer fordert mehr Zivilität. Wie sollen wir in Deutschland uns positionieren?
von Christoph Fleischmann vom 31.10.2022
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Widerstand und Hass: Serhij Zhadan bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. (Foto: PA/DPA/Sebastian Gollnow)
Widerstand und Hass: Serhij Zhadan bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. (Foto: PA/DPA/Sebastian Gollnow)

Die Russen sind Barbaren; sie sind gekommen, um unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Bildung zu vernichten.« Da zucke ich zusammen: Passt das zu einem Friedenspreisträger? Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan hat gerade den Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommen – und nennt die russischen Soldaten »Horde« oder »Unrat«. Er wünscht ihnen die Hölle und versichert sie seines Hasses: »Sie können unsere Häuser zerstören, aber nicht unsere Verachtung für sie. Unseren Hass.« Harte Sätze aus dem Kriegstagebuch »Himmel über Charkiw«. Der Schriftsteller blieb in seiner Heimatstadt in der Nähe der Front, immer wieder beschossen von russischen Raketen, immer wieder sterben Freunde, Bekannte.

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Schlagwörter: Hass Solidarität Ukraine
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