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Debatte über Migration
Die Kirchen müssen Merz widersprechen

Der Kanzlerkandidat der Union möchte christliche Werte verschrotten. Doch die katholische Bischofskonferenz agiert zum Fremdschämen. Ein Kommentar.
von Matthias Drobinski vom 05.02.2025
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(Zeichnung: Klaus Stuttmann)
(Zeichnung: Klaus Stuttmann)

Friedrich Merz, der Kanzlerkandidat der Unionsparteien, kann sich nun noch so oft und noch so scharf von der AfD abgrenzen: Er hat ein großes Loch in die Brandmauer zu den Rechtsextremisten geschlagen. Durch das Loch schlagen nun Flammen, quillt giftiger Rauch. Merz hat der AfD zu ihrem größten Erfolg im Bundestag verholfen. Es war unerträglich, wie ihre Abgeordneten johlten und sich abklatschten, nachdem mit ihren Stimmen und denen aus FDP und BSW der Antrag der Union für eine Zugbrücken-hoch-Asylpolitik eine Mehrheit erhalten hatte. Gott sei Dank hat zwei Tage später ein Häuflein mutiger CDU- und FDP-Abgeordneter das »Zustrombegrenzungsgesetz« scheitern lassen. Trotzdem: Merz hat derart zur Normalisierung der AfD und ihres Denkens beigetragen, dass Elon Musk blass werden dürfte vor Neid.

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