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Maria Mesrian

Die Mitbegründerin von Maria 2.0 fordert ein Bekenntnis der deutschen Bischöfe zur Geltung der Menschenrechte in der Kirche.
vom 13.05.2026
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Maria Mesrian (Foto:kna/ Julia Steinbrecht)
Maria Mesrian (Foto:kna/ Julia Steinbrecht)

Maria Mesrian von der Reforminitiative Maria 2.0 fordert anlässlich des 104. Katholikentags in Würzburg die Bischöfe dazu auf, die Rechte von Frauen und queeren Menschen klar zu vertreten. »Die katholische Kirche in Deutschland leistet demokratiefeindlichen Kräften Vorschub, indem sie beim Thema Gleichberechtigung und der Akzeptanz von Frauen und queeren Menschen beharrlich Grundwerte ignoriert, auf denen die Bundesrepublik Deutschland aufgebaut ist.« Diskriminierung und Ignoranz gegenüber diesen Menschen präge das Bild der Kirche »weltweit und in Deutschland«, so Mesrian.

Gleichzeitig kritisiert Mesrian, beim Umgang mit den Betroffenen sexualisierter Gewalt sei auf Seiten der deutschen Bischöfe »kein Wille zu gerechten Entschädigungen und schnellen Verfahren« zu sehen: »Die Betroffenen werden hingehalten und über Jahre im Unklaren gelassen.« Deswegen fordere Maria 2.0 die staatlichen Institutionen auf, den Kirchen keine Privilegien zu gestatten, solange sie nicht in ihren eigenen Reihen die Werte des Grundgesetzes verwirklichten.

Der aus der Initiative Maria 2.0 entstandene Verein »Umsteuern! Robin Sisterhood« zeigt auf dem Katholikentag die Wanderausstellung »Shame – European Stories«, in der Betroffene sexualisierter Gewalt unter eindringlichen Schwarz-weiß-Fotografien von ihrem Erleben berichten. Die Ausstellung ist in der Würzburger Neubaukirche zu sehen.

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