Mohammad Hossein Mokhtari
Mohammad Hossein Mokhtari, Irans Botschafter beim Vatikan, dankt Papst Leo XIV. für seine deutliche Kritik an US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte dem Iran mit der Vernichtung seiner ganzen Zivilisation gedroht. Der Papst habe mit seinen Worten dazu beigetragen, »die Bedrohung durch einen langwierigen Krieg und die Zerstörung einer als Weltkulturerbe anerkannten Zivilisation abzuwenden«, sagte Mokhtari dem italienischen Nachrichtenportal Agi.it. Er danke im Namen der iranischen Bevölkerung, die unter der »israelisch-amerikanischen Aggression« leide. Diese zerstöre nicht nur lebenswichtige Infrastruktur, sondern auch heilige Stätten mit jahrtausendealter Tradition. Die Menschen lebten weiterhin in Angst und unter ständiger Bedrohung, so der Diplomat.
Nach allgemeinen Friedensappellen zu Ostern richtet der erste Papst aus den USA klare Worte an seinen Landsmann. »Wie wir alle wissen, hat es heute auch diese Drohung gegen das ganze iranische Volk gegeben, und das ist wirklich nicht akzeptabel«, erklärte Leo XIV. am Dienstagabend in Castel Gandolfo vor Journalisten. Dies verstoße gegen das Völkerrecht und zeige Hass und den Willen zur Zerstörung. Der Papst erinnerte insbesondere an das drohende Leid der Zivilbevölkerung. Wenige Stunden später hat der US-Präsident einem zweiwöchigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen in letzter Minute zugestimmt.

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