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Nachfolge von Annette Kurschus
Auch die evangelische Kirche kann Intransparenz

Michael Krause, der einzige Kandidat für das Präses-Amt in der westfälischen Landeskirche, zieht zurück. Der Vorgang ist verheerend. Ein Kommentar.
von Michael Schrom vom 14.09.2024
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Grenzen verletzt? Um was es bei den Vorwürfen gegen Michael Krause geht, lässt die Landeskirche offen. (Foto: Alexander Kröger)
Grenzen verletzt? Um was es bei den Vorwürfen gegen Michael Krause geht, lässt die Landeskirche offen. (Foto: Alexander Kröger)

Nach dem Rücktritt von Annette Kurschus müsste die westfälische Kirche, die viertgrößte Landeskirche in Deutschland, auf ihrer Synode im November die Nachfolge regeln. So sieht es die Kirchenordnung vor. Doch dazu wird es voraussichtlich nicht kommen. Der einzige Kandidat, Michael Krause, hat seine Bereitschaft zurückgezogen und ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst eingeleitet. Geklärt werden sollen Vorwürfe, ob es »in der Vergangenheit liegende Verstöße gegen das Gebot, persönliche Grenzen einzuhalten« gegeben hat, wie es in einer kryptischen Pressemeldung heißt. Und weiter: Selbst wenn sich die Vorwürfe als unbegründet herausstellen sollten, sei man sich mit Krause einig, dass er nicht Präses werde.

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