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Kommentar
Missbrauch? Ist das Problem der anderen

Auch nach der Veröffentlichung der ForuM-Studie über sexualisierte Gewalt üben sich die evangelischen Kirchen in Verantwortungsdiffusion.
von Christoph Fleischmann vom 07.02.2024
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Hilflos betroffen: Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs und die Pfälzer Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst bei der Entgegennahme der ForuM-Studie (Foto: epd/Jens Schulze)
Hilflos betroffen: Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs und die Pfälzer Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst bei der Entgegennahme der ForuM-Studie (Foto: epd/Jens Schulze)

Die Studie zu sexualisierter Gewalt in den evangelischen Kirchen ist veröffentlicht, und die Journalisten fragen nach Konsequenzen. Die beiden leitenden Geistlichen, die die Studie entgegennehmen, können letztlich nur auf die langsam mahlenden Mühlen der Kirchengremien verweisen. Viele Landeskirchen betonen in ersten Stellungnahmen, was sie doch schon alles tun und weiter tun wollen im Kampf gegen Missbrauch, so, als gelte das schlechte Zeugnis der Forscher nicht ihnen, sondern nur anderen Landeskirchen. »Wir haben da etwas Vorbildliches aufgebaut im Bereich Prävention, Intervention und Aufarbeitung, an dem sich andere ein Beispiel nehmen könnten«, tönt es zum Beispiel aus München. Missbrauch als Profilierungsthema – das funktioniert, weil die Studie in ihren Fallbeschreibungen keine Landeskirchen namentlich nennt.

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