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Shida Bazyar

»Keine Minderheit in Deutschland kann keine Angst haben«, sagt die Buchpreisträgerin 2026.
vom 06.10.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Ausgezeichnet: Shida Bazyars Roman »Die Lücken« erzählt die Geschichte eines fiktiven Hunsrück-Dorfes (Foto: pa/Hannes P. Albert)
Ausgezeichnet: Shida Bazyars Roman »Die Lücken« erzählt die Geschichte eines fiktiven Hunsrück-Dorfes (Foto: pa/Hannes P. Albert)

Shida Bazyar, Schriftstellerin und Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2026, hat sich mit einer eindringlichen Rede für die Auszeichnung ihres Romans »Die Lücken« bedankt. Es falle ihr nicht leicht, Freude zu empfinden über einen Preis für ein so ernstes Thema – Bazyars Buch handelt von der NS-Zeit in einem Hunsrück-Dorf, in dem die jüdischen Nachbarn ausgegrenzt und am Ende deportiert und ermordet werden.

Auch heute werde wieder über Deportationen in Deutschland gesprochen, auch wenn es anders genannt werde, sagte Bazyar. »Antisemitische und rassistische Straftaten sind auf dem Höhepunkt. Keine Minderheit in Deutschland kann keine Angst haben.« Es passiere gerade das, was Faschisten immer tun: »Sie kursieren immer mit irgendwelchen Dingen, die wir nicht glauben, bis wir uns daran gewöhnt haben und sie eintreten.« Dem müsse entschieden entgegengetreten werden. Bazyar zitierte Hannah Arendt: »Das Problem ab 1933 war nicht, was unsere Feinde gemacht haben, sondern was unsere Freunde gemacht haben.«

Shida Bazyar wurde 1988 in Hermeskeil im Hunsrück (Rheinland-Pfalz) als Kind iranischer Eltern geboren. Ihre Eltern waren ein Jahr zuvor vor der Unterdrückung des Mullahregimes nach Deutschland geflohen.

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