Kommentar
Wo Streit nötig wäre
Jedes Jahr seit 2006 trifft sich die Deutsche Islamkonferenz, und selten war das Gesprächsformat so nötig wie jetzt. Denn seit dem Angriff der Hamas auf Israel wird wieder viel über den Islam gesprochen, weil muslimischer Antisemitismus auch hierzulande plötzlich unverhohlen sichtbar wurde. Und auch die pauschale Ablehnung von Muslimen ist so präsent wie selten. Das erprobte Forum der Islamkonferenz wäre eine Gelegenheit zum unaufgeregten Austausch mit den Vertretern des institutionalisierten Islam. Doch ausgerechnet die Repräsentanten der größten Moscheevereine, allen voran die Ditib, waren in diesem Jahr für kein Podium vorgesehen. Dabei hätte einigen von ihnen unbedingt genau dort widersprochen werden müssen.
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