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Meinung
Wut und Wohlstand

In den Umfragen wird die AfD immer stärker, im Osten ist si virtuell die stärkste Partei. Die etablierten Parteien scheinen, dagegen machtlos zu sein. Warum Philosophie helfen kann.
von Michael Schrom vom 12.06.2023
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Gegend Wut und Hass der AfD könnte Philosophie helfen. (Illustration: pa/dieKLEINERT.de/Schwarwel
Gegend Wut und Hass der AfD könnte Philosophie helfen. (Illustration: pa/dieKLEINERT.de/Schwarwel

Still und leise ist die AfD dabei, stärkste Partei im Osten Deutschlands zu werden. Auch im Rest der Republik ist sie so erfolgreich, dass man sie kaum länger ignorieren kann. Bundesweit liegt sie laut Umfragen bei 18 Prozent, gleichauf mit der SPD. Dabei bietet die Partei keine wirklichen Lösungen an und profiliert sich auch nicht als »Kümmerer«. Aber es gelingt ihr, Themen aufzugreifen, die weite Teile der Gesellschaft mit Sorge erfüllen. Steigende Energiepreise, Krieg, Zuwanderung, Islamisten, Genderdebatten – all das gäbe es nicht, so tönt sie, wenn die AfD durchregieren könnte. Das ist eine groteske Selbstüberschätzung zwielichtiger, nicht selten verfassungsfeindlicher Führungsfiguren, aber sie verfängt. Denn der »gärende Haufen« (AfD-Ehrenvorsitzender Alexander Gauland) verwandelt Sorge in Wut, Ressentiments und Rassismus.

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