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Erderwärmung
Zu spät! Und jetzt?

Klimapolitik ist derzeit nicht gewollt. Handeln müssen wir trotzdem – im Kleinen und vor Ort. Das geht. Ein Kommentar.
von Barbara Tambour vom 21.05.2025
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(Grafik:iStock by Getty / PeopleImages)
(Grafik:iStock by Getty / PeopleImages)

Wir sollten eine Schweigeminute für das Klima halten: Denn das Ziel, die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, ist verpasst. Vor zehn Jahren hatte die Weltgemeinschaft sich bei der Klimakonferenz in Paris vorgenommen, den Temperaturanstieg unter zwei Grad zu halten, möglichst unter 1,5 Grad. 2024 war das erste Jahr, in dem das globale Klima im Durchschnitt mehr als 1,5 Grad wärmer war. Selbst wenn dabei das Wetterphänomen El Niño mitgespielt hat und La Niña in den nächsten Jahren für etwas Abkühlung sorgen sollte: Es sieht nicht gut aus. Die Anzeichen mehren sich, dass sich die Erderwärmung beschleunigt. Gleichzeitig verliert der Planet offenbar seine Widerstandsfähigkeit dagegen. Die Folgen erleben wir: Europa heizt sich schneller auf als jeder andere Kontinent. Wetterextreme treten häufiger und heftiger auf. Auch die Menschen in Indien oder in El Salvador leiden darunter: Immer öfter und länger wird es dort 40 Grad und wärmer, lebensfeindliche Temperaturen.

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