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Zur Hölle mit uns!

Der Zustände in Moria und die Ertrinkenden im Mittelmeer müssten eigentlich nur einen menschlichen Impuls auslösen: helfen. Doch wie lange ist das noch Konsens im »christlichen Abendland«? Ein Kommentar
von Anne Strotmann vom 12.10.2020
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(Zeichnung: Sakurai)
(Zeichnung: Sakurai)

Von der Hölle zu sprechen ist theologisch nicht mehr opportun – aus guten Gründen. Es ist gut, dass die Kirche keine Macht mehr hat, Gläubige zu einem bestimmten moralischen Verhalten zu nötigen. Angesichts der Bilder von Moria und der Ausflüchte mancher Politiker, die sich christlich nennen, kann man sich allerdings wünschen, die Hölle hätte noch ihre Wirkungskraft. Jesus ist in seiner Rede vom Weltgericht im Matthäusevangelium ja sehr deutlich: »Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen... «

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