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Auf Edmund Stoibers Spuren

Sich für andere stark zu machen, lohnt sich. Diese Erfahrung hat die 29-jährige Katrin Albsteiger schon als Schülersprecherin gemacht. Jetzt will die Vorsitzende der Jungen Union Bayern für die CSU in den Bundestag einziehen. Publik-Forum.de interviewt vor der Bundestagswahl Politikerinnen und Politiker unter 35
von Bettina Röder vom 01.09.2013
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Bevor sie abends das Licht ausmacht, checkt sie noch schnell die Mails: Für Katrin Albsteiger ist schon jetzt die Pollitik ein wichtiger Teil ihres Lebens, seit November 2011 ist sie Vorsitzende der Jungen Union Bayerns (Fotos: PA /Hellier; VRD - Fotolia.com; Wikipedia)
Bevor sie abends das Licht ausmacht, checkt sie noch schnell die Mails: Für Katrin Albsteiger ist schon jetzt die Pollitik ein wichtiger Teil ihres Lebens, seit November 2011 ist sie Vorsitzende der Jungen Union Bayerns (Fotos: PA /Hellier; VRD - Fotolia.com; Wikipedia)

Was werden Sie an Ihrem ersten Tag im Bundestag auf keinen Fall tun?

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Katrin Albsteiger: Ich werde vom Reichstagsgebäude, in dem der Bundestag sitzt, nicht gleich rüber zum Kanzleramt laufen und rufen »Ich will da rein!«

Was hat Sie in die Politik getrieben?

Albsteiger: Meine Erfahrungen als Schülersprecherin haben mir gezeigt, dass es sich lohnt, sich für andere stark zu machen. Und dass man was erreichen kann, wenn man nur dafür arbeitet. Darum macht mir die Arbeit in den kommunalen Gremien viel Spaß: Konkrete Pläne zu haben, die dann konkrete Ergebnisse bringen.

Wenn Sie nicht gewählt werden, wie lautet Ihr Plan B?

Albsteiger: Ich habe einen Vollzeitjob bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Und mein Plan B ist definitiv das weiterzumachen, was ich jetzt mache. Ich bin Projektkommunikatorin für Großkraftwerks-Neubauprojekte. Das heißt, ich begleite im kommunikativen Bereich die Genehmigungsverfahren zu Kraftwerken. Also, Gas, Wasser- und Dampfkraftwerke. Das mache ich sehr sehr gerne. Zudem werde ich weiterhin politisch arbeiten. Ich bin ja außerdem Vorsitzende der Jungen Union Bayern. Auch das macht mir große Freude. Denn ich habe Politikwissenschaften und Volkwirtschaftslehre an der Universität Augsburg studiert.

Ohne was oder wen an Ihrer Seite könnten Sie den Wahlkampf nicht überstehen?

Albsteiger: Ohne meine Familie, mein Mann und meine Eltern, die mich immer wieder unterstützen, auf den Boden zurückholen und neu motivieren. Ehrlich gesagt, unterhalte ich mich aber fast nicht mit ihnen über meine politischen Themen. Nur wenn es ganz schlimm kommt. Ansonsten lasse ich mich gern fallen und rede über etwas ganz anderes als Politik. Denn wenn man den ganzen Tag nur darüber diskutiert, freut man sich auch, wenn man zu Hause auf andere Themen kommt.

Haben Sie bestimmte Tagesrituale, auf die Sie niemals verzichten könnten?

Albsteiger: Außer Zähneputzen und Frühstücken: morgens mit meinem Hund rausgehen. Das ist sehr schön. Weil man da den Kopf freibekommt. Und: abends, im Bett noch mal die letzten E-Mails checken. Auch wenn das etwas ist, was mein Mann nicht so toll findet. Aber das ist ein Ritual, das sich schon ziemlich stark eingeschlichen hat.

Haben Sie ein politisches Vorbild?

Albsteiger: Na ja, ich habe eher Personen, die mir politisch sehr gut gefallen, die ich aber nicht unbedingt als klassisches Vorbild bezeichnen würde. Aber eine Person, die mich in meiner politischen Laufbahn sehr geprägt hat – bis heute – das ist Edmund Stoiber. Er war ja Ministerpräsident in Bayern, als ich in die CSU eingetreten bin. Er hat mich auch dazu bewogen, Mitglied zu werden. Im Jahr 2002 war er Kanzlerkandidat, im Jahr darauf bin ich in die Junge Union eingetreten. Aber sonst: mein eigener Kreisvorsitzender, der mich vor zehn Jahren sehr an die Hand genommen hat. Das hat mich politisch dazu gebracht, über die Landkreisgrenzen hinauszublicken.

Woran glauben Sie?

Albsteiger: Ich bin in der katholischen Kirche. Ich glaube an Gott. Das bedeutet für mich, jemanden zu haben, der immer da ist. Vor dem man nichts verbergen muss und der einem Kraft geben kann, wenn es einem schlecht geht.

Sind Sie noch Politikerin, wenn Sie 40 sind?

Albsteiger: Ich denke ja, auf welcher Ebene, das kann ich Ihnen nicht verraten.

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Personalaudioinformationstext:   Katrin Albsteiger, geboren 1983 in Elchingen, ist seit November 2011 Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern. Ihre politischen Schwerpunkte sind unter anderem Familie, Bildung und Generationengerechtigkeit. Sie steht auf Platz 30 der CSU-Landesliste, das ist der erste reine Listenplatz, der nicht mit einem Direktkandidaten besetzt ist. Sie hat daher durchaus Chancen, Bundestagsabgeordnete zu werden.
Schlagwörter: Bundestagswahl CSU Politik
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