Zuwanderung und Asyl
Deutschland: bedingt aufnahmebereit
Rosaria Mendez* kam vor drei Jahren aus der kolumbianischen Drogenhochburg Medellin nach Deutschland. Trotz eines international gefeierten Friedensabkommens herrscht in dem südamerikanischen Land noch immer Bürgerkrieg zwischen Farc-Rebellen und der Regierung, auch um Drogengeschäfte. »Als junger Mensch hast du in meinem Land keine Perspektive«, sagt die 23-Jährige. Sie meldete sich deshalb als Au-pair für Deutschland. Das Visum wurde ihr jedoch verweigert. Deshalb reiste sie über Spanien ein, weil ihre Mutter von dort stammt und sie daher auch einen spanischen Pass hat. Doch in der deutschen Arztfamilie, in der sie landete, wurde sie ausgebeutet: »Die Eltern waren fast nie zu Hause, ich musste mich allein um die Kinder und den Haushalt kümmern. Und von dem wenigen Geld, das ich bekam, auch noch die Agentur bezahlen, die mich vermittelt hatte.«
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