Proteste gegen das Mullah-Regime
Die Wut der Iranerinnen
Ich habe 29 Jahre meines Lebens in der Islamischen Republik Iran verbracht. Und obwohl ich vor einigen Jahren geflohen bin, trage ich noch immer die Wut der Gesellschaft dort in mir. Als ich vom Tod Mahsa Aminis hörte, die starb, nachdem sie von der Sittenpolizei verhaftet und geschlagen worden war, konnte ich diese Wut nicht mehr aushalten. Ich fühlte mich wie ein Gefäß, das zum Überlaufen gebracht wurde. Die Wut strömte aus allen Poren aus mir heraus. All die Demütigungen, die ich selbst im Iran erfahren hatte, waren wieder präsent. Mahsa wurde von der Sittenpolizei getötet. Jede andere Frau, auch ich, hätte an ihrer Stelle sein können.
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Maryam Mardani, geb. 1982, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie hat den Iran 2013 verlassen und lebt heute in Berlin. Sie schreibt unter anderem für das Exilportal amalberlin.de.

